Die Enstehung einer Chinesischen Drachentruhe (3)

Auch hier kam neben Schnitzmesser und Klüpfel wieder das kleine elektrische Schnitzmesser bei den geometrischen Ornamenten zum Einsatz, das eigentlich für den Modellbau gedacht war. Für die filigrane Arbeit, die ich vorhatte, jedoch bestens geeignet, vor allem für die geraden Teile der Arbeit.

Bezüglich der einzelnen Motive und Bilder, mit der diese “Märchen- truhe” verziert wurde, ließ ich mich von den Mustern auf altem chinesichen Porzellan inspirieren, die oft Geschichten aus dem bäuerlichen Leben, aus Mythen und Erzählungen durch Bildelemente darstellen.
Die Schriftzeichen sind rein fiktiv und habe nur eine dekorative Bedeutung.

Schritt 1 waren natürlich die Entwürfe und Zeichnungen, die dann teils per Schablone, teils Blaupapier auf das Holz übertragen wurden (mit Bildern in den vorhergehenden Artikeln dokumentiert). Nach dem Schnitzen wurde das Holz wieder sorgsam geglättet und schließlich mit einer Beize in Mahagonifarbe eingefärbt. Schließlich wurde das Holz wieder mit einem Firnis auf Bienenwachsbasis behandelt, um es gegen Feuchtigkeit resistent zu machen und schließlich mit Bienenwachs poliert:

Die folgenden Bilder reflektieren übrigens den Zustand der Truhe nach 10 Jahren Gebrauch:

Die Truhe wurde innen ganz nach chinesischer Tradition in mehreren Schichten mit Acryllack leuchtend rot lackiert.

Da die Truhe auch einen praktischen Zweck erfüllen und nicht ausschließlich zur Dekoration dienen sollte, wurde die Vorderseite durchbrochen geschnitzt, um Luft an das Innere zu lassen - um z.B. Bettzeug darin zu verstauen. Aber es lassen sich natürlich auch andere Einsatzmöglichkeiten realisieren.

Letztendlich wurden Messing- scharniere angebracht, die zu der filigranen Arbeit passen sollten. Die Truhe ist also nicht zum Verstauen von schweren Gegenständen geeignet, was aber auch nie beabsichtigt war.



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