Chinesische Stühle und ein Chinesischer Tisch (5)

Abb.18

Was wären zwei Stühle ohne einen passenden Tisch? Hier ist er.

Die Tischplatte wurde in Ermangelung einer passenden, durchgehenden Platte in der Mitte zusammengesetzt (s. Abb.21). Anschließend wurden die Ornamente mit einer Decoupiersäge ausgesägt und die Ornamente in filigraner Handarbeit ausgeschnitzt.

Abb.19

Das Besondere an diesem Tischdesign ist, daß die Blumenornamente direkt in die Tischplatte integriert wurden und damit dem ganzen Design noch mehr Filigranität und Leichtigkeit verliehen.

Abb.20

Außerdem wurden die ornamentalen Schnitzereien ganz nach chinesischem Stil in den Tischzargen weitergeführt, sodaß die Zargen zwar ihren Zweck behielten, die Konstruktion zu stabilisieren, gleichzeitig aber auch äußerst filigran wirken.

Abb.21

 

 

 

Schließlich wurde das Holz wieder geglättet, dunkelbraun gebeizt und nach dem Trocknen mit einem Firnis auf Bienenwachsbasis bearbeitet und zuletzt mit reinem Bienenwachs poliert. Der Tisch sieht nach der Fertigstellung schließlich so aus:

Abb.22
Abb.23

 

 

Chinesische Stühle und ein Chinesischer Tisch (4)

Abb.14

Und so sieht der zweite chinesische Stuhl nach der Fertigstellung aus. Wunderbar stabil, nach Firnis und Politur mit Bienenwachs mit einem samtigen Schimmer versehen.

 

Dies ist ein Schmuckstück für jedes Interior Design, ganz besonders in Kombination mit einer schlichten, eher sparsamen Einrichtung in japanischem Stil. Als augenfälliges Einzelstück liefert dieser Stuhl auch ein wunderbares Gegengewicht für eine moderne, kühle Einrichtung. Denn nach den Gesetzen von Yin und Yang ist Harmonie und Balance nur durch Gegensätze zu erreichen.

Abb.15

 

Und hier nochmals ein paar Nah- aufnahmen von den Schnitzereien nach der Fertigstellung:

Abb.16

 

 

Abb.17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(wird fortgesetzt)

Chinesische Stühle und ein Chinesischer Tisch (3)

Abb.8

Der zweite chinesiche Stuhl bekam nicht nur ein etwas anderes Design, sondern auch eine etwas andere Konstruktion.

 

Anders als beim ersten Stuhl wurde dieses Mal die Rückenlehne bis zur eigentlichen Zarge in einem Stück durchgeführt.

 

Abb.9

 

 

Abb.10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Nahaufnahmen zeigen die detaillierten Schnitz- ornamente:

1
Abb.11

 

Abb.12

 

Abb.13

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie man in Abb.13 sehen kann, wurden zuerst der Sitz, die Beine, die vordere und die beiden seitlichen Zargen zusam- mengefügt. Zum Schluß wurde die Rückenlehne montiert.

Die gesamte Konstruktion wird ausschließlich mit verleimten Holzzapfen zusammengehalten.

 

 

(wird fortgesetzt)

Chinesische Stühle und ein Chinesischer Tisch (2)

Abb.4

Nach der Fertigstellung der Schnitzarbeit, wobei die Rückenlehne beidseitig mit Schnitzereien verziert wurde, wurde das Holz wieder geglättet und auf dunkelbraun gebeizt. Um einen schönen samtigen Glanz zu erhalten, wurde der Stuhl nach der Behandlung mit Firnis noch mit reinem Bienenwachs poliert.

Abb.5

 

 

 

Abb.6

 

 

 

 

 

 

 

Abb.7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(wird fortgesetzt)

Chinesische Stühle und ein Chinesischer Tisch (1)

Abb.1

Folgendes Ensemble ist etwas Besonderes und in dieser Form ganz sicher nicht erhältlich. Zuerst entstanden zwei unterschiedliche Stühle, die eher zur Dekoration gedacht waren, als als reguläre Gebrauchsmöbel.
Inspirieren ließ ich mich von den chinesischen Stilrichtungen für Möbel aus dem 19. Jahrhundert. Zugegebenermaßen sehen diese Stühle nicht besonders bequem aus und ich frage mich, was sich die Menschen wohl dabei gedacht hatten, so unbequeme Rückenlehnen zu erfinden. Vermutlich wurde diese Form gewählt, um die Menschen zu einer möglichst geraden Körperhaltung zu zwingen, v.a. in den Häusern der Reichen und des Adels.

Abb.2

Die Bequemlichkeit war absolut zweitrangig, dagegen war es besonders wichtig, die Form zu wahren - also auch eine möglichst gerade Körperhaltung zu erzwingen.

Abb.3

Der Stuhl wurde wieder aus mas- sivem Kiefern- holz gear- beitet. Da mir keine Drechselmaschine für die Beine zur Verfügung stand, wurden die Beine fertig gedrechselt hinzugekauft und nur gekürzt.
Die Rückenlehne wurde bei diesem Modell auf die Sitzfläche aufgesetzt, die beiden seitlichen Dreiecke dienten dabei zur Stabilisierung der gesamten Konstruktion wie man in Abb.1-3 gut sehen kann.

 

(wird fortgesetzt)