Am Anfang stand…
… die Arbeit mit Holz und ein Schreibtisch, den ich unbedingt brauchte, nachdem mein alter schlapp gemacht hatte. Ich wollte ihn selbst konstruieren und bauen, aus massivem Holz, unkaputtbar, und er sollte einfach schön werden. Ein Stück solide Handarbeit und mit einem Touch künstlerischer Verfeinerung. Nicht einfach nur ein normaler, langweiliger Schreibtisch eben, sondern ein kleines Schmuckstück.
Die ersten Konstruktionszeichnungen entstanden mitten in der Nacht, wenn ich nicht schlafen konnte und weil ich tagsüber nicht die zündende Idee hatte. Es ist nicht einfach, Stabilität, Aesthetik, Einfachheit und gute Handarbeit miteinander zu verbinden.
Nachdem feststand wie das Ganze in Zukunft aussehen sollte, war der nächste Gang der zum Baumarkt in der Nähe. Ich hoffte, unter der großen Auswahl an Hölzern das richtige zu finden, gleichzeitig aber auch, mir das entsprechende Material professionell zuschneiden zu lassen, da ich weder über die entsprechenden Maschinen verfügte, noch über den entsprechenden Platz.
Ich wurde fündig und suchte mir ein paar schöne schichtverleimte Birkenhölzer aus, die mir die richtige Stabilität verhießen und außerdem noch über eine schöne Maserung verfügten. Die Platten schaffte ich dann in mein derzeitiges Atelier (sprich Wohnung).
Der Zusammenbau erwies sich als einfaches Unterfangen, genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Das Einzige, was noch fehlte, war die entsprechende künstlerische Gestaltung.
Da ich mir schon einiges Wissen über die Behandlung von Holzoberflächen, und wie man sie unempfindlich gegen Schmutz, Feuchtigkeit und Verkratzen macht, angeeignet hatte, war mir klar, daß mir dies allein zur Veredelung nicht ausreichte. Also ging ich wieder auf die Suche in demselben Baumarkt und fiel per “Zufall” über ein elektrisches Schnitzmesser, das mir genau das Richtige für meine Pläne zu sein schien.
Wieder in meinem Atelier begann ich, mit dem Schnitzmesser zu üben. Schließlich wollte ich meinen wunderbaren neuen Schreibtisch nicht gleich verunstalten. Es folgten schließlich neuerlich Zeichnungen von Motiven, mit denen ich den Schreibtisch gestalten wollte. Es sollte ein bißchen ungewöhnlich sein, ein bißchen marokkanisch angehaucht, aber auch ein bißchen asiatisch. Schließlich hatte ich einige Reisen nach Südostasien hinter mir, die äußerst inspirierend waren.
Die Strenge der geometrischen Formen , die man in der arabisch/marokkanischen Kultur findet, schien mir das passende Hauptelement zu sein, das zu den einfachen Formen eines Schreibtisches passen würde. Und so machte ich mich an die Arbeit.

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Das Holz war angenehm zu bearbeiten. Die Oberflächen wurden geschliffen und gebeizt, schließlich mit einem Firnis behandelt, um die Oberfläche gegen Wasser zu versiegeln und schließlich noch mit Bienenwachs poliert, um eine samtige Oberfläche zu erzielen.
Leider kann ich im Moment keine besseren Photos zur Verfügung stellen. Die Konstruktion - auf der einen Seite eine Kastenform mit einer großen inneren Schublade und auf der anderen Seite eine simple gerade Wand, die mit einer stabilen Leiste auf der Rückwand mit dem Kasten verbunden ist - hat sich bestens bewährt. Der ganze Schreibtisch wird mit sehr stabilen und dicken Holzdübeln zusammengehalten - nichts ist geklebt (außer dem Kasten) oder genagelt - und kann somit komplett auseinandergenommen werden. Keine Selbverständlichkeit! Er ist außerdem so konstruiert, daß er sogar vergrößert werden kann. Es kann eine weitere Tischplatte bei Bedarf angefügt werden wie auch weitere Schubladenkästen. Ein echtes Baukastensystem also.



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