Ein indonesischer Paravent - mehr als ein Raumteiler (4)

Die Herstellung dieses Paravents war ein längeres Unterfangen. Es dauerte ungefähr 650 Stunden von der Erstellung der Zeichnungen bis zur endgültigen Fertigstellung.

Abb.15 Abb.16

Wie man aus den obigen Aufnahmen ersehen kann, wurde auch dieser mehrteilige Paravent aus Kiefernholz gefertigt. Wie detailliert und filigran die Arbeit wirklich ist, kann man aus diesen Detailaufnahmen sehen:

Abb.17
Abb.18

Zuerst wurden detaillierte Zeichnungen von den diversen Motiven angefertigt, die dann z.T. per Pauspapier oder aber auch per Schablone auf das Holz übertragen wurden.

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Abb.19

Anschließend wurden die Motive mit der Decoupiersäge ausgesägt und dann ausgeschnitzt.

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Und hier noch zwei Nahaufnahmen vom fertigen Paravent, nachdem das Holz geschliffen, gebeizt, mit Firnis auf Bienenwachsbasis behandelt und schließlich mit reinem Bienenwachs poliert wurde:

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Abb.20 Abb.21

Die einzelnen Panele sind mit Messingscharnieren verbunden, die durch eine Sicherung vor dem Herausspringen geschützt sind. .

Dieser außergewöhnliche Paravent kann käuflich erworben werden. Fragen dazu oder zu anderen Arbeiten werden gerne beantwortet. email: specialart@arcor.de

Ein indonesischer Paravent - mehr als ein Raumteiler (3)

Abb.10

Im vorigen Artikel habe ich darüber gesprochen, worin eine Ungewöhnlichkeit dieses Paravents besteht - nämlich, daß er vollständig auseinandergenommen werden kann. Eine weitere Ungewöhnlichkeit ist die Darstellung des Motivs, nämlich nicht nur einfach Ornamente, sondern Figuren, die in einem Flachrelief handgeschnitzt wurden.

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Abb.11

Die an buddhistische Darstellungen erinnernden Motive und die stilisierte Darstellung von Lotusblüten geben diesem Paravent durchaus ein bißchen mehr als nur dekorative Verwendung. Sie geben einem Raum eine eher ruhige, meditative Ausstrahlung, sodaß der vom Alltag gehetzte Geist wieder ein wenig entspannen und loslassen kann.

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Abb.12

Vielleicht ist gerade dies, was die Menschen wieder anzieht - nicht das Laute und Fordernde, sondern harmonische Elemente, die einen besänftigenden Einfluß auf die Seele haben. Nicht umsonst umgeben sich die Menschen mit Buddhafiguren, die aus allen möglichen Kulturen Asiens stammen und verschiedene Darstellungen einnehmen.

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Abb.13

Sie alle aber sind Sinnbild für Ruhe und Ausgeglichenheit, für Schönheit und Wahrheit, für Reinheit und Harmonie, nach der man in dieser schnellebigen und oberflächlichen Zeit sucht.

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Abb.14 Abb.15

Im nächsten Artikel erfahren Sie mehr über die eigentliche Herstellung dieses handgeschnitzten Mehrteilers…

Ein indonesischer Paravent - mehr als ein Raumteiler (2)

Abb.5

Als Raumteiler wird dieser Paravent zum echten Gestaltungs- element. So wie große und kleine Bilder einem Raum eine besondere Atmosphäre verleihen können, wird ein Paravent wie dieser, mit den Figuren und exotischen Blumenornamenten, einem Raum eine ganz eigene Aura geben.

Abb.6

Abgesehen davon, ist dieses Original, das nicht aus tropischen Hölzern, sondern aus einheimischer Kiefer gefertigt wurde, ein Beweis dafür, daß man keinen illegalen Raubbau betreiben muß, um etwas Kostbares und Einmaliges zu erhalten.

Kein Riß oder Verzug wird dieses Stück Arbeit verunzieren, wie es so oft mit Holzarbeiten aus tropischen Ländern geschieht, weil deren Holz entweder zu kurz gelagert und nicht trocken genug bei der Verarbeitung war und dann in unserem so anderen Klima, in einer stark geheizten Umgebung, entsprechend arbeitet und schließlich springt.

Abb.7

Abb.7, 8 und 9 zeigen im Detail wie dieser Paravent gearbeitet ist: er wird von extra gefertigten “Füßen” gehalten. Dies bedeutet, daß die einzelnen Panele komplett voneinander getrennt werden können, also nicht mit den üblichen Faltscharnieren untrennbar miteinander verbunden sind.

Abb.8

Die Füße können ebenfalls abgenommen werden. Die einzelnen Panele werden mit kräftigen Holzstiften und einer Art “Keil” in den Füßen versenkt. Dadurch hat man sogar die Möglichkeit, die mittleren 3 Panele als Dekoration einzeln aufzustellen.

Abb.9

Erfahren Sie noch mehr Details im nächsten Artikel…

Ein indonesischer Paravent - mehr als ein Raumteiler (1)

Für den folgenden Paravent (Spanische Wand) ließ ich mich wieder von Figuren aus der thailändisch/indischen Mythologie inspirieren, die auch untrennbar mit den Legenden des Buddhismus und Hinduismus verbunden sind.

“Bodhisattwa”
175 x 195 cm, handgeschnitzt
Abb.1

Die lebendige Märchenwelt Südostasiens, die in vieler Hinsicht so menschlich mit allen Tugenden und Schwächen dargestellt wird, erinnert an die Märchen und Legenden, die wir als Kinder gehört und gelesen haben. Trotzdem ist sie anders. Unsere Märchen enden mit der Kindheit, die Legenden, die man im Ramayana, im Mahabharata oder im thailändischen Ramakien erzählt, sind zu einem Teil des hinduistischen und buddhistischen Glaubens (und Aberglaubens) geworden. Sie sind weitaus mehr als nur Märchen, sondern eher ein Leitfaden des täglichen Lebens.

Abb.2

Zu dieser Märchenwelt gehört auch eine überschäumende Ornamentik, die oft in stilisierten Formen eine üppig aufschießende Pflanzenwelt wiederspiegelt, die in den tropischen Regionen unserer Welt so ganz anders aussieht als in unseren mitteleuropäischen Breiten.

Abb.3

Dieser exotische Hauch ist es oder vielleicht auch die überschäumende Freude am Leben, was die Menschen hier so ungeheuer anzieht, sodaß Reisen in die entsprechenden Länder schon nicht mehr genügen, man will sich einen Teil auch ins eigene Haus holen, um das ganze Jahr die besondere Ausstrahlung genießen zu können.

Abb.4

Die Assoziation dabei ist, sich von den ganz anderen Lebensweisen dieser Menschen mitführen zu lassen, etwas von ihrer Gelassenheit und der anderen Art, die Dinge zu sehen, inspirieren zu lassen, der Kurzlebigkeit und Oberflächlichkeit unserer westlichen Welt ein wenig zu entfliehen und sich einfach ein wenig dem Träumen und dem Loslassen hinzugeben.

(mehr im nächsten Teil)

Stumble It!

Entwurf und Fertigstellung einer Javanischen Truhe (3)

Abb.9
Abb.10 Abb.11

Einige Partien der Truhe, die besonders hervorgehoben werden sollten, wurden dieses Mal auch noch mit Blattgold belegt und teilweise mit etwas Goldfarbe bemalt, wie man aus den folgenden Detailaufnahmen von den vorderen 3 Panelen gut erkennen kann.

Auch die Seitenpanele wurden mit Blattgold verziert - siehe Abb.12.

Abb.12

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Um die Blattgoldauflage und die Bemalung zu schützen, wurden die entsprechenden Partien mit Schellack lackiert.

Ein weiteres Highlight dieser Truhe ist natürlich der Deckel mit dem in javanischem Stil als flaches Relief geschnitzten Götterpaar, das die landestypischen Festtagskronen und Festgewänder trägt. Eine Detailaufnahme finden Sie in Abb.14

Abb.13

Abb.14

Schließlich wurden auch hier wieder filigrane Messingscharniere und Haltegriffe montiert. Die Truhe ist wie die chinesische innen leuchtend rot mit Acryllack lackiert.

Diese Truhe kann käuflich erworben werden. Fragen dazu oder zu anderen Arbeiten werden gerne beantwortet.
email: specialart@arcor.de

Entwurf und Fertigstellung einer Javanischen Truhe (2)

Auch diese Truhe wurde wieder aus Kiefernholz geschnitzt.

Abb.6

Da das Holz - wie bei der chine- sischen Truhe - nach der Bear- beitung recht dunkel gebeizt werden sollte, wurden die Astlöcher nicht entfernt, sondern als natürlicher Bestandteil des Kiefernholzes bestehen gelassen.

Abb.7

Anders wurden dieses Mal die vier vertikalen Kanten verar- beitet: nämlich mit abgerundeten Ecken, wie man in Abb.4 im vorherigen Artikel und in Abb.7 sehr gut erkennen kann.

Der Arbeitsprozeß war der übliche: Zeichnungen auf Schablonen übertragen, die eigentlichen Schnitzarbeiten, die doch einige Zeit in Anspruch nahmen und schließlich die Glättung des Holzes. Auch diese Truhe wurde wieder in Mahagonifarbe gebeizt.

Abb.8

Abb.8 ist eine Nahaufnahme von der Deckelmitte, um zu zeigen, daß die floralen Schnitzelemente auch um den Deckel herumlaufen.

 

 

(wird fortgesetzt)

Entwurf und Fertigstellung einer Javanischen Truhe (1)

Auf den indonesichen Inseln findet man unglaublich schönes Kunsthandwerk und ganz besonders filigrane Schnitzereien. Nicht umsonst fühlen sich die meisten Touristen von diesen schönen exotischen Arbeiten angezogen, weil sie eine komplett andere Welt verkörpern. Als Künstler haben sie mich auch in ihren Bann gezogen und wurden zur Inspiration für viele meiner Arbeiten.

Abb.1

Die Motive erzäh- len vom Leben in den Dörfern, von Menschen und vielen Tieren. Auch die Pflanzenwelt ist reichlich in den Motiven von Bildern und Schnitzereien zu finden. Diese war für mich ein Schatz an Inspiration und Motiven, die ich in eigenen Bildern verarbeiten wollte.

Abb.2

Wer diese Motive einmal in natura gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen. Es liegt ein besonderer Zauber in diesen Regionen,die so üppig mit Pflanzen und Tieren versorgt zu sein scheinen und die für uns Europäer wie das Paradies erscheinen. Doch dieses Paradies hat große Flecken, wie wir aus der jüngsten Vergangenheit wissen und die Armut der bevölkerungsreichsten Region dieser Welt scheint unbesiegbar.

Abb.3

Obwohl Indonesien ein durch und durch moslemisches Land ist mit buddhistischen, hinduistischen, aber auch animalistischen Glaubensgruppen, spielt der Lotus in diesem Archipel eine große Rolle. Als Symbol der Reinheit - weil die Pflanze niemals verschmutzt - werden die geschlossenen Knospen in vielen Zeremonien geopfert. Die Schönheit der geöffneten Blüte bleibt unvergeßlich. Übrigens werden die Wurzelrhizome des Lotus auch als Gemüse gegessen.

Abb.4

Der Lotus erscheint als Motiv in allen asiatischen Ländern. Man findet ihn auf Schnitzereien, Steinskulpturen, Gemälden und in der Textilkunst. Ganz besonders ist er mit dem Buddhismus verbunden und stellt sogar eines der 8 heiligen Gegenstände dar. Es ist das Symbol für den Lauf der Zeit.

Als Motiv für den Deckel wurde ein göttliches Liebespaar gewählt. Dies entspricht natürlich nicht den moslemischen Gepflogenheiten, die die Darstellung von Mensch und Tier verbietet. Aber wie gesagt, exisitieren durchaus auch andere Glaubensformen auf Java und den anderen indonesischen Inseln, die genügend Raum für Interpretationen lassen.

Abb. 5

(Fortsetzung folgt)

Die Enstehung einer Chinesischen Drachentruhe (3)

Auch hier kam neben Schnitzmesser und Klüpfel wieder das kleine elektrische Schnitzmesser bei den geometrischen Ornamenten zum Einsatz, das eigentlich für den Modellbau gedacht war. Für die filigrane Arbeit, die ich vorhatte, jedoch bestens geeignet, vor allem für die geraden Teile der Arbeit.

Bezüglich der einzelnen Motive und Bilder, mit der diese “Märchen- truhe” verziert wurde, ließ ich mich von den Mustern auf altem chinesichen Porzellan inspirieren, die oft Geschichten aus dem bäuerlichen Leben, aus Mythen und Erzählungen durch Bildelemente darstellen.
Die Schriftzeichen sind rein fiktiv und habe nur eine dekorative Bedeutung.

Schritt 1 waren natürlich die Entwürfe und Zeichnungen, die dann teils per Schablone, teils Blaupapier auf das Holz übertragen wurden (mit Bildern in den vorhergehenden Artikeln dokumentiert). Nach dem Schnitzen wurde das Holz wieder sorgsam geglättet und schließlich mit einer Beize in Mahagonifarbe eingefärbt. Schließlich wurde das Holz wieder mit einem Firnis auf Bienenwachsbasis behandelt, um es gegen Feuchtigkeit resistent zu machen und schließlich mit Bienenwachs poliert:

Die folgenden Bilder reflektieren übrigens den Zustand der Truhe nach 10 Jahren Gebrauch:

Die Truhe wurde innen ganz nach chinesischer Tradition in mehreren Schichten mit Acryllack leuchtend rot lackiert.

Da die Truhe auch einen praktischen Zweck erfüllen und nicht ausschließlich zur Dekoration dienen sollte, wurde die Vorderseite durchbrochen geschnitzt, um Luft an das Innere zu lassen - um z.B. Bettzeug darin zu verstauen. Aber es lassen sich natürlich auch andere Einsatzmöglichkeiten realisieren.

Letztendlich wurden Messing- scharniere angebracht, die zu der filigranen Arbeit passen sollten. Die Truhe ist also nicht zum Verstauen von schweren Gegenständen geeignet, was aber auch nie beabsichtigt war.



Die Enstehung einer Chinesischen Drachentruhe (1)

Die Liebe zum Detail, zu asiatischer Ornamentik brachte mich dazu, mehrere, sehr aufwendige Truhen zu schnitzen. Inspiriert von vielen Asienreisen wollte ich die Formenvielfacht und überschäumende Elemente in eigenen Bildern verarbeiten und da erschien mir eine dekorative Truhe, die auch noch einen praktischen Zweck erfüllt, gerade das richtige Objekt.

Außerdem kann ein einzelnes Objekt wie dieses, das alles andere als alltäglich und in dieser Form außerdem ein Unikat ist, einen Raum völlig neu gestalten. Es wird einfach zum Blickfang, v.a. wenn der Rest des Raumes in naturweiß oder hellbeige gehalten und sparsam/minimal eingerichtet wird.

Asienreisen sind heutzutage erschwinglich geworden, daher ist das Interesse der Menschen an fremdartigen und exotischen Formen stark gestiegen und der Wunsch, sich mit Hilfe von Erinnerungsstücken an diese Exotik zu erinnern. Leider ist damit auch der Markt völlig übersättigt mit Billigimporten aus Asien bzw. die Mitbringsel aus fernen Ländern werden meist in sogenannten Handicraftläden erworben und sind handwerklich und materialmäßig von billigster Qualität.

Dazu kommt, daß oft illegal geschlagenes Tropenholz zum Einsatz kommt und das böse Erwachen nach wenigen Monaten erfolgt: die Gegenstände springen, bekommen Risse, weil das Holz unsachgemäß gelagert oder gar nicht und/oder unser Klima gar nicht verträgt.

Dazu kommt, daß die Gegenstände zwar mit der Hand gefertigt, aber keineswegs Einzelstücke oder gar Originale sind. Meist sind sie das Ergebnis von Künstlerfamilien, die seit Jahrunderten ihr Kunsthandwerk von einer Generation auf die andere vereben. Dabei sind die Formen der Objekte längst zu einer Art Standard geworden, werden also nicht jedes Mal neu entworfen. Das würde auch keinen Sinn machen, weil damit die Gegenstände und Figuren ihren ursprünglichen Verwendungszweck, nämlich die Tempel und heiligen Plätze auszustatten nicht mehr erfüllen würden.

Die Tradition verlangt, daß der Künstler nicht von der Standardversion abweicht, d.h. zum Beispiel daß die von uns so bewunderten Götterfiguren immer gleich auszusehen haben, je nach Bedeutung sogar mit dem gleichen Gesichtausdruck. Die Figuren habe schießlich die ursprüngliche Bedeutung in der Tempelausstattung zu erfüllen und nicht die Bedürfnisse eines Touristen. Daß letztlich durch den Tourismus nur ein zusatzliches Zubrot für die Familien entstand, ist eine willkommene Tatsache.

Obwohl handgefertigt werden damit die Figuren und Objekte leider zur Massenware. In Regionen, wo der Tourismus überproportional zugenommen hat, ist allerdings zu beobachten, daß selbst die Qualität der für die Touristen gefertigten Produkte rapide abnimmt, wie ich aus eigener Erfahrung beobachten konnte. Dies ist sehr schade und bringt damit den handwerklichen Ruf einer ganzen Region in Verruf. Damit wird ein ursprünglich hochwertiges Mitbringsel zum billigen Kitsch.

(Wird fortgesetzt)

Ein Tibetanisches Drachenbett

Nachdem mir die Arbeit, einen neuen Schreibtisch zu entwerfen und zu bauen so großen Spaß gemacht hatte, entschied ich, nicht an dieser Stelle aufzuhören, sondern weiter zu machen. Die nächste Aufgabe war, ein neues Bett zu entwerfen. Dabei ließ ich mich von tibetanischen/nepalesischen Thankas, Wandbildern und anderen textilen Arbeiten inspirieren.

Abb.1

Die Form war einfach: ein schönes Kopfteil - dies sollte etwas ganz Besonderes werden - zwei Seitenteile und ein Fußteil. Bis auf das Kopfteil sollte alles sehr flach ausgearbeitet werden, damit es zu den entsprechenden Tatamis und einem Futon paßte und nicht über deren Höhe hinausragte. Als Unterboden sollte nur eine dünne Holzplatte benutzt werden. Außerdem sollte auch dieses Stück wieder komplett auseinandernehmbar sein, aber auch sehr schnell wieder zusammenzufügen zu sein.

Abb.2

Ich beschloß, das gleiche Holz wie für den Schreibtisch zu verarbeiten, weil es die entsprechende Stabilität hatte und die Form hielt. Ich hatte nämlich vor, dieses Mal mit durchbrochenen Partien am Kopfende zu arbeiten, was eine enorme Stabilität verlangte, damit ich filigran arbeiten konnte.

Abb.3

Die schichtverleimten und damit verzugssicher gearbeiteten Hölzer waren genau das Richtige.

Auch dieses Mal begann die Arbeit mit mehreren Zeichnungen, die dann sorgfältig auf das Holz übertragen wurden. Anschließend wurden die durchbrochenen Teile mit einer Decoupiersäge herausgesägt und schließlich kam das elektrische Schnitzmesser wieder zum Einsatz, um die Motive herauszuschnitzen.

Abb.4

Um dem Kopfteil mehr Tiefe zu geben bzw. es von der Wand zu rücken, wurde eine Art Schattenrahmen im umgekehrten Sinn angefügt. Dadurch wurde die Optik verbreitert, wie man an obigem Photo sehen kann.

Abb.5

Schließlich wurde das Holz geglättet, gebeizt und mit einem Firnis auf Bienenwachsbasis versiegelt und anschließend wieder mit Bienenwachs poliert, um einen schönen seidigen Schimmer zu erreichen.

Abb.6

Die Seitenteile und das Fußteil wurden ebenfalls mit ein paar Motiven beschnitzt.

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Um Kopf-, Seiten- und Fußteil zusammen zu fügen, wurden Messingscharniere angebracht (siehe Photo roben und unten). Dadurch wurde erreicht, daß das Bett in ein paar Sekunden auseinander genommen und sofort wieder zusammengesetzt werden konnte.

Abb.7

Der Drache bedeutet in verschiedenen asiatischen Mythologien übrigens Glück. Die hier dargestellten Drachen halten zudem buddhistische heilige Gegenstände wie z.B. die Muschel in den Klauen. Gute Symbole, unter denen es sich gut schlafen läßt…